Ausstellung Khrystyna Haas
Am Sonntag, den 12. Januar 25, eröffnete die ukrainische Künstlerin Krystyna Haas in unserer galerie balou ihre aktuelle Ausstellung. „Beats of Calmness / Takte der Ruhe lädt die Besucher dazu ein, das Gefühl der Ruhe und die Schönheit der Zwischenmomente bewusst zu erleben und zu genießen“, beschreibt die Künstlerin das Konzept. Inspiriert von Alan Watts’ Konzept der „Beauty in Nothingness“, erforscht die Ausstellung, wie Ruhe und Unruhe im Wechselspiel eine tiefere Harmonie formen. Jeder Takt des Lebens – sei er voller Stille oder geprägt von einem plötzlichen Aufbruch – gehöre dazu, so Haas.
Projekte und Teilnahmen:
2022: Teilnahme am Projekt „Pinsel, Posen und Poeten: Haltung durch Kunst entwickeln“, organisiert von der Paritätischen Akademie NRW in Kooperation mit dem balou e.V.
Im Rahmen dieses Projekts wurde das Konzept „Löffelliste“ vorgestellt. Es verbindet kreative Ansätze mit der Reflexion über Wünsche, Ziele und Haltungen und lädt junge Menschen ein, ihre Visionen künstlerisch auszudrücken.
April 2022: Durchführung von Jugendworkshops basierend auf dem Konzept „Löffelliste“.
Juni 2022: Ausstellung der im Workshop entstandenen Arbeiten in der Galerie balou, Dortmund.

Zur Künstlerin:
Khrystyna Haas lebt und arbeitet in Dortmund. Beruflich ist sie als Business Architect tätig.
In ihrer Freizeit genießt sie es, ihre künstlerische Freiheit auszuleben, und widmet sich dem Prinzip von Kokoro im Aikido. Dieses Prinzip, das Bewegung und Geist in Harmonie bringt, prägt nicht nur ihre Kampfkunst, sondern auch ihre Herangehensweise an Kunst und Leben.

Ein Kontrastbild: Herbststimmung in den ukrainischen Karpaten
Inmitten der Karpaten, einem Ort des Wandels und der Geschichte, entsteht ein drittes Bild – ein Kontrast zu den vorherigen Szenen.
In der Ukraine, geprägt von Krieg, findet sich dennoch ein Augenblick der zeitlosen Stille. Die Natur in Herbstfarben breitet sich weit aus, die feuchte Luft trägt die leise Melodie des Windes. Diese Stille birgt eine Schönheit, die zwar von außen gestört werden kann, aber dennoch da ist – ein Frieden, der aus der Ruhe zwischen den Dingen entsteht.
Es ist diese Stille, die zum Leben erweckt. Zwischen den Tönen des Lebens – sei es in der Stille der Berge oder in den Pausen eines unruhigen Taktes – finden wir Hoffnung, Besinnung und eine Schönheit, die den Wandel überdauert.

Das Diptychon in der Ausstellung greift beide Seiten des Themas auf:
1. Der Takt der Stille
Das linke Bild zeigt eine Szene – einen Entscheidungsmoment: Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, die beginnende Dämmerung malt Spiegelungen der Uferlichter in dem See. Doch im Inneren des Seglers am Horizont flackert eine leise Unruhe: Die nahende Regenfront wirft Fragen auf. Handeln oder Ausharren? Die Ruhe ist weitreichend, doch ein einziger Gedanke durchbricht sie wie ein kleiner Takt in einer langen Melodie.
2. Der kurze Takt der Unruhe
Das rechte Bild bricht mit dieser Ordnung. Die Regenfront ist durchgezogen, die Szenerie spiegelt Bewegung und Übergang. Auf der Wasseroberfläche bricht sich die Uferbeleuchtung in unstetigen Reflexionen. Doch ein kurzer Moment des Friedens bleibt: das matte Mondlicht, das unter den Wolken hervorkriecht, wie ein kurzer Ruhepuls inmitten der Bewegung.


