Restart – Fliegen angeln, Platzangst und die Suche nach Satellitenschüsseln: So lautet der Titel der neuesten Ausstellung, die vom 22. März bis 10. Juni 2021 in der galerie:balou des Kulturzentrums balou zu sehen ist. Die vielfältigen Werke der Dortmunder Künstlerin Claudia Quick beschäftigen sich mit der Wahrnehmung des Alltags, was mittels Installationen, Malerei aber auch der Monotypie dargestellt wird. Kurator Dr. Rudolf Preuss führt durch die Online Ausstellung, für die musikalische Begleitung sorgt Pianist Harald Schollmeyer. Dies ist bereits die zweite Eröffnung, die in digitaler Form stattfindet und über das Anklicken des Bildes unten besucht werden. Doch Kunstliebhaber aufgepasst: Mit einer telefonischen Anmeldung unter 0231-9977363 kann die Ausstellung auch vor Ort in der Oberdorfstraße 23, Dortmund Brackel besucht werden – natürlich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie medizinischer Maske etc. Die Ausstellung wird gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund.

Hier geht es zur digitalen Ausstellung

Zur Künstlerin Claudia Quick: Sie lebt und arbeitet seit 1998 als bildende Künstlerin in Dortmund. Ausstellungen seit 2002 im In- und Ausland. Claudia Quick ist Autodidaktin, soweit man das nach 2 Jahrzehnten im Kunstbetrieb noch sagen kann. Ihre Basisausbildung in der Kunst erhielt sie seit ihrem 14. Lebensjahr durch den Künstler Eckart Wendler. Auf Wunsch der Eltern wurde sie Kauffrau und Betriebswirtin, unausgefüllt machte sie jung Karriere in der freien Wirtschaft. Nach 10 Jahren stieg sie aus und widmete sich wie besessen der Malerei, Zeichnung, Grafik, Objektkunst und Installation. Seit 2003 ist sie Mitglied der Künstlersozialkasse, 2005 erfolgten die ersten Ankäufe für die Sammlung der Stadt Dortmund, 2009 für Stadt- und Landesbibliothek der Stadt Dortmund (Artothek). Claudia Quick ist u.a. Mitglied der GEDOK Bonn, der Künstlergruppe REFLEX Kamen,  im Berufsverband BBK Westfalen.

Erstmalig können Sie unsere galerie:balou auch online besuchen. Die erste virtuelle Ausstellung 2021 heißt  „Von Dings her…“ und stellt Werke der Künstlergruppe noguru, bestehend aus Susanne Linn, Volker Krieger, Rudolf Preuss und Benjamin Vogel, vor. Die Digitalisierung der Vernissage-Eröffnung ermöglicht, Kunst auch in Zeiten der Pandemie zu präsentieren und für alle zugänglich zu machen. 

Wir wissen, dass auf dem Bildschirm wesentliche Elemente von Kunst wie die Größe der Arbeiten, die Hoptik und der Raumeindruck nicht vermittelt werden können. Trotzdem halten wir es für sinnvoll, im Corona Lockdown die Kunst weiter zu präsentieren und zu zeigen, dass die Kunst weiterlebt.

Am Piano begleitet Harald Schollmeier die Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung ist betitelt: Vom Dings her… Und die Eröffnung:

Man kann damit Wortfindungsstörungen assoziieren und das auch gewollt. „Ding“ wird häufig verwendet als ein Synonym für etwas Unbestimmtes und der Realitätsblick, der von etwas Unbestimmtem ausgeht, ist oft unscharf und auch nicht transparent, weshalb leicht die Möglichkeit besteht, in einer Wahrheitsblase Fake News zu verbreiten, ohne sich um die Realität wirklich zu bemühen. Dieses Phänomen ist in den letzten Jahren verstärkt aufgetreten und damit setzen sich die Arbeiten der Künstler und Künstlerinnen auseinander.

Susanne Linn beschäftigt sich mit den kleinen, nebensächlichen Dingen, die häufig nicht wahrgenommen werden. Sie fotografiert beispielsweise Laubblätter oder eine Tomate mit dem Handy. Dann stellt sie dann auf dem Handy mit dem Finger das Objekt frei und addiert möglicherweise Kleinigkeiten, zum Beispiel ein Bein oder Auge. Der gesamte Produktionsprozess findet auf dem Handy statt. Es entstehen witzige, überraschende, aber nachdenkliche Objekte. Das hinter diesen Dingen stehende, verborgene Wesen kann so sichtbar gemacht werden.

Benjamin Vogel beschäftigt sich seit Jahren mit der Konstruktion von fiktiven Landschaften. Sein neuestes Projekt ist die Erstellung von vier fiktiven Wanderführer durch das Gebirge. Er denkt sich die Wege und Strukturen aus. Diese inneren Bilder fängt er in seinen Gemälden ein. Hier ist auch die Nähe zum Thema evident. Ich schaffe mir meine eigene Welt, in der alles möglich ist – bei Benjamin Vogel aber immer mit einem stark Realitäts- und zum Teil auch Absurditätsbezug versehen.

Rudolf Preuss Arbeit hat den Titel Todeszone – Hommage an die Beständigkeit-. Es handelt sich um eine Serie Digital Prints auf der Basis von Videos Stills aus seinem gleichnamigen Video. Gezeigt werden zwei Personen, die im Gebirge aufsteigen. Die Übermächtigkeit der Naturgewalten wird ins Verhältnis zur menschlichen Zähigkeit und Beständigkeit gesetzt Der Berg kann nur durch Solidarität und Beständigkeit bezwungen werden. Hier liegt auch die allgemeine Aussage der Arbeit. Probleme lassen sich nur durch schrittweise, konstruktive Überlegungen lösen und nicht durch absurde Behauptungen.

Volker Kriegers Arbeiten bestechen durch die Unbestechlichkeit seines Blickes auf die Wirklichkeit. In seinen vielfältigen Videos problematisiert er durch Alltagssatire vorhandene Strukturen und angebliche Realitäten. In der Ausstellung setzte sich mit der Maske als etwas Verhüllendem auseinander. Sowohl die Formensprache als auch die Malweise seines Selbstportrait mit Maske zeigt ihn als „Wilden“. Daneben in den Zeichnungen eröffnet sich der Blick hinter die Maske. Mit schonungsloser Offenheit legt er die Emotionen, Befindlichkeiten und Ängste frei, die sich nun im Verborgenen abspielen.

Wir freuen uns sehr über eine erfolgreiche Eröffnung unser derzeitigen Vernissage. Bis zum 6. November 2020 werden die Werke von Künstlerin Sabine Held in unserer galerie:balou zu sehen sein. Für alle Interessenten ist die Galerie von montags bis donnerstags zwischen 14Uhr und 18:30 Uhr zu besuchen – wir wünschen Ihnen viel Spaß!

Es ist wieder Zeit für Kunst. Neben dem café balou öffnet nun auch wieder die galerie:balou nach langer Zwangspause ihre Pforten für Besucher. In einer feierlichen Ausstellungseröffnung mit der musikalischen Gestaltung von Pianist Harald Schollmeyer und einer Einführung von Nicola van der Wal wird die Vernissage am Sonntag, 13. September 20 um 11 Uhr in der galerie:balou, Oberdorfstraße 23, eröffnet werden. Bis zum 6. November 20 werden die Werke der Künstlerin Sabine Held mit ihrer Serie `Mischwald´ – Den Wald vor lauter Bäumen, zu bewundern sein. In dieser geht Held zunächst vom klassischen Sujet der Landschaftsmalerei aus, die sie weiter in abstrahierte Malerei und Grafik transformiert. Inspirationsquelle und Ausgangspunkt der Arbeiten ist der Wald.
Zu Beginn des Arbeitsprozesses stehen Skizzen und farbige Studien, die die Künstlerin vor Ort im Wald zeichnet. Diese grafischen Dokumentationen dienen als Impuls für die malerische und zeichnerische Weiterbearbeitung im Atelier. Seit 2006 gestaltet die gebürtige Bonnerin Sabine Held und studierte Kulturpädagogin das Dortmunder Kunstleben mit. Sie ist u.a. Mitglied der ARTgenossen Dortmund und im Bundesverband Bildender Künstler Bezirksverband Ruhrgebiet e.V. (BBK Ruhrgebiet).

Die Ausstellungseröffnung ist auch für Besucher unter Einhaltung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen möglich. Die Ausstellung kann bis zum 6.11.20  in der galerie:balou, Oberdorfstraße 23, 44309 Dortmund, MO-Do zwischen 14:30 -18:00 Uhr besucht werden. Fragen und Anmeldungen zur Ausstellungseröffnung unter Angaben der persönlichen Daten sind telefonisch unter 0231 – 99773630 möglich.

Zur Person Sabine Held

1973 geb. in Bonn
1993 Allgemeine Hochschulreife (Konrad-Adenauer-Gymnasium Meckenheim)
1993 – 1997 Studium der Malerei und Kulturpädagogik an der Alanus-Hochschule Alfter (Diplomabschluss in diesen Fächern)
1997 – 1999 verschiedene kulturpädagogische Projekte in Bonn (s.u.)
1999 – 2005 lebte Sabine Held in Bergisch Gladbach, Arbeit als Künstlerin und als Kulturpädagogin in einer Kindertagesstätte
2001 und 2009 Elternzeit
Seit 2005 lebt sie mit Sohn in Dortmund
2006 Eröffnung des ATELIERs SAARLANDSTRASSE in Dortmund
Mitgliedschaften: AdK – Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V.; BBK Ruhrgebiet

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2019

KUBO-Show Herne, Flottmannhallen
„Und die Wände schauen zurück“, Galerie plan d, Düsseldorf
Werkschau Dortmunder Gruppe, Big-Gallery Dortmund
„Muster“, Dortmunder Gruppe, Galerie Torhaus Rombergpark, Dortmund
ARTgenossen, Offene Ateliers 2019

2018

„Spielhölle“ Kollektiv Frau Herrmann, Atelier Saarlandstraße, Dortmund 
Werkschau Dortmunder Gruppe, Big-Gallery Dortmund
„Grafik aus Dortmund“, Dortmunder U, Dortmund 
„Sowohl – als auch, Kultur des Missverstands“, Bergisch Gladbach 
„Die Dortmunder Gruppe in Novi Saad“, Cultural Centre of Novi Saad, Serbien 

2017

„Caravane“, Collectif Le Maronnier und Dortmunder Gruppe, Abbeville, Frankreich 
Werkschau Dortmunder Gruppe, Big-Gallery Dortmund
Artgenossen, Offene Ateliers 2017, Dortmund 
„Anziehung“, Dortmunder Gruppe, Galerie Torhaus Rombergpark, Dortmund 
„Sowohl – als auch, Kultur des Missverstands“, Frechen 

2016

„Paragone“ – Wettstreit der Künste, mit Pia Bohr, Galerie Torhaus Rombergpark, Dortmund 
Die Farbe Grau“ Dortmunder Gruppe, Big-Gallery Dortmund 
Offene Ateliers, Dortmund 
„Viecher und wir III“, Tuchfabrik Trier 

2015

„Auf nach Bilderbü!“, Galerie Torhaus Rombergpark, mit Silvia Liebig und Claudia Terlunen, Dortmund
„543 M³ OFFEN“, Neuer Kunstverein Wuppertal  
Grafik aus Dortmund (mit zwei Grafiken im Grafik-Kalender der Stadt Dortmund vertreten), Berswordthalle, Dortmund 
Werkschau Dortmunder Gruppe, Big-Gallery Dortmund 
Artgenossen, Offene Ateliers 2015, Dortmund 
„543 M³ OFFEN“, Neuer Kunstverein Wuppertal
„210 x 30!“, Big-Gallery Dortmund