Am Sonntag, den 12. Januar 25, eröffnete die ukrainische Künstlerin Krystyna Haas in unserer galerie balou ihre aktuelle Ausstellung. „Beats of Calmness / Takte der Ruhe lädt die Besucher dazu ein, das Gefühl der Ruhe und die Schönheit der Zwischenmomente bewusst zu erleben und zu genießen“, beschreibt die Künstlerin das Konzept. Inspiriert von Alan Watts’ Konzept der „Beauty in Nothingness“, erforscht die Ausstellung, wie Ruhe und Unruhe im Wechselspiel eine tiefere Harmonie formen. Jeder Takt des Lebens – sei er voller Stille oder geprägt von einem plötzlichen Aufbruch – gehöre dazu, so Haas.
Projekte und Teilnahmen:
2022: Teilnahme am Projekt „Pinsel, Posen und Poeten: Haltung durch Kunst entwickeln“, organisiert von der Paritätischen Akademie NRW in Kooperation mit dem balou e.V.
Im Rahmen dieses Projekts wurde das Konzept „Löffelliste“ vorgestellt. Es verbindet kreative Ansätze mit der Reflexion über Wünsche, Ziele und Haltungen und lädt junge Menschen ein, ihre Visionen künstlerisch auszudrücken.
April 2022: Durchführung von Jugendworkshops basierend auf dem Konzept „Löffelliste“.
Juni 2022: Ausstellung der im Workshop entstandenen Arbeiten in der Galerie balou, Dortmund.
Zur Künstlerin:
Khrystyna Haas lebt und arbeitet in Dortmund. Beruflich ist sie als Business Architect tätig.
In ihrer Freizeit genießt sie es, ihre künstlerische Freiheit auszuleben, und widmet sich dem Prinzip von Kokoro im Aikido. Dieses Prinzip, das Bewegung und Geist in Harmonie bringt, prägt nicht nur ihre Kampfkunst, sondern auch ihre Herangehensweise an Kunst und Leben.
Ein Kontrastbild: Herbststimmung in den ukrainischen Karpaten Inmitten der Karpaten, einem Ort des Wandels und der Geschichte, entsteht ein drittes Bild – ein Kontrast zu den vorherigen Szenen. In der Ukraine, geprägt von Krieg, findet sich dennoch ein Augenblick der zeitlosen Stille. Die Natur in Herbstfarben breitet sich weit aus, die feuchte Luft trägt die leise Melodie des Windes. Diese Stille birgt eine Schönheit, die zwar von außen gestört werden kann, aber dennoch da ist – ein Frieden, der aus der Ruhe zwischen den Dingen entsteht.
Es ist diese Stille, die zum Leben erweckt. Zwischen den Tönen des Lebens – sei es in der Stille der Berge oder in den Pausen eines unruhigen Taktes – finden wir Hoffnung, Besinnung und eine Schönheit, die den Wandel überdauert.
Das Diptychon in der Ausstellung greift beide Seiten des Themas auf: 1. Der Takt der Stille Das linke Bild zeigt eine Szene – einen Entscheidungsmoment: Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, die beginnende Dämmerung malt Spiegelungen der Uferlichter in dem See. Doch im Inneren des Seglers am Horizont flackert eine leise Unruhe: Die nahende Regenfront wirft Fragen auf. Handeln oder Ausharren? Die Ruhe ist weitreichend, doch ein einziger Gedanke durchbricht sie wie ein kleiner Takt in einer langen Melodie.
2. Der kurze Takt der Unruhe Das rechte Bild bricht mit dieser Ordnung. Die Regenfront ist durchgezogen, die Szenerie spiegelt Bewegung und Übergang. Auf der Wasseroberfläche bricht sich die Uferbeleuchtung in unstetigen Reflexionen. Doch ein kurzer Moment des Friedens bleibt: das matte Mondlicht, das unter den Wolken hervorkriecht, wie ein kurzer Ruhepuls inmitten der Bewegung.
stillLeben – Neue Antworten auf alte Fragen
„Verfolgt man den aktuellen Kunstbetrieb so fällt auf, dass ein Thema wieder verstärkt in den Blick gerät: Stillleben. Animiert von dieser Entwicklung, bin ich an mehreren Stellen neue Wege gegangen. Die traditionelle Malerei wurde durch Fotografie von Dirk Fahle abgelöst. Aber die Verwendung des Bildträgers Leinwand blieb erhalten; d.h. neue Technik auf traditionellem Untergrund. Digitale Technik erlaubt Aufnahmesituationen, die maltechnisch früher nicht möglich waren; d.h. neue Perspektive auf Alltagsgegenstände. Der Dialog mit dem Hintergrund verfremdet Gewohntes. Der in seiner Funktion (essbar) bekannte Brokkoli wird z.B. zum zerklüfteten Gebirge. Durch die extremen Makroaufnahmen vor schwarzem Hintergrund erlangt das Gemüse ein unbedingtes Alleinstellungsmerkmal; d.h. Vertrautes muss mit neuer Bedeutung und Funktion belegt werden. Regeln und Merkmale von Stillleben werden nicht mehr berücksichtigt. Neue Bildlösungen werden zur neuen Bildwirklichkeit; d.h. Kompositionsmöglichkeiten der Fotografie bestimmen das Aussehen der Bilder.“ Künstler Dirk Fahle.
Bis zum 11. September 25 kann die kostenlose Ausstellung in den Öffnungszeiten des café balou (DI-FR: 14:30-18:00 Uhr) besucht werden.
Künstlergespräche gibt es viele – doch der Galerie Talk geht am Sonntag, 31. August um 16:00 Uhr im Kulturzentrum balou. einen anderen Weg. Statt allein die Intentionen der Kunstschaffenden in den Vordergrund zu stellen, wird der Blick auf die Herausforderungen und Fragestellungen moderner Kunst gerichtet.
Thema dieses Abends:Stillleben in der Kunst – Bedeutungen, Funktionen, Alltagsnähe. Stillleben blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Während sich ihre Funktion im Laufe der Zeit wandelte, blieb ihre Darstellung meist gegenständlich.
In der galerie balou präsentiert Dirk Fahle Pflanzenfotografien, die den Auftakt zu einem Gespräch zwischen ihm und Kurator Dr. Rudolf Preuss bilden. Gemeinsam gehen sie Fragen nach wie:
Warum hängen sich viele Menschen eine Form von Stillleben ins Wohnzimmer?
Welchen Alltagswert hat Kunst?
Das Publikum ist herzlich eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und den Dialog mitzugestalten. Ergänzt wird der Nachmittag durch den Film Die Magie der Stille von Ulrike Fahle mit Musik von Uwe West sowie assoziative Gedichte von Volker Rottmann. Das neue Format möchte verständliche Einblicke in künstlerische Konzepte und Ideen geben. Grundlage ist die Überzeugung, dass viele Künstlerinnen und Künstler kritisch mit Gesellschaft und Natur in Dialog treten – und dass auch das Publikum dazu etwas zu sagen hat. So werden künstlerische Prozesse und Werke nicht nur vorgestellt, sondern als Ausgangspunkt genutzt, um gemeinsam über ihre Bedeutung im Kontext des Weltgeschehens zu diskutieren. Unterschiedliche Sichtweisen sind ausdrücklich willkommen – ob bestätigend oder kontrastierend. Ziel ist ein lebendiger Austausch, der neue Perspektiven eröffnet. Die Teilnahme am Galerie Talk ist kostenfrei.
Foto: Jens Sundheim & Bernhard Reuß
In seriellen fotografischen Arbeiten erkundet Jens Sundheim urbane, technologische und digitale Räume und Strukturen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Techniken zum Einsatz – von analoger Fotografie über internetbasierte Kameras bis hin zu experimentelleren fotografischen Verfahren.
Webcams und ihre Bildwelten nehmen großen Raum in seiner Arbeit ein. In meist langjährigen Projekten untersucht Sundheim Anwendung, Sinn und Ästhetik der produzierten Bilder und verhandelt das utopische Potenzial dieser Apparate als weltweite und (fast) universelle Fotografiermaschine, aber auch als Instrument der Kontrolle und Überwachung.
Jens Sundheim, geboren 1970 in Dortmund, studierte Fotografie in Dortmund, Exeter (UK), Berlin und Hamburg. Seit 2019 erhält er Lehraufträge Fotografie am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund. Sundheim ist Mitglied im Künstlerhaus Dortmund und Vorsitzender seit 2019. 2021 wurde er als Dortmunder CityArtist ausgezeichnet. Seine Arbeiten werden vielfach international ausgestellt und sind Gegenstand künstlerischer und akademischer Forschung.
Die Ausstellung wird bis zum 10. Januar 24 in der galerie balou in den Öffnungszeiten des café balous zu bestaunen sein.
Am Sonntag, den 1. September 24, eröffnete die Künstlergruppe NoGuru ihre aktuelle Ausstellung unter dem Thema „Verschiebungen“.
Die Gruppe NoGuru existiert seit über zwanzig Jahren und besteht aus den Dortmundern Volker Krieger, Susanne Linn, Rudolf Preuss und Benjamin Vogel. Gemeinsam gestalten sie Ausstellungen im ganzen Ruhrgebiet. „Wir agieren nicht als Gruppe, wir wollen keinen Stil fördern und sind auch keine Ateliergemeinschaft – aber wir setzen uns zu jeder Ausstellung ein gesellschaftlich relevantes Thema“, erklärt das Künstlerquartett. Das Spektrum der verschiedenen Techniken reicht von Malerei über Grafik, Fotografie, Installation und Videokunst bis zu Plastik und Skulptur. Die Mitglieder arbeiten aktiv in der Dortmund Kunstszene.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von Pianist Harald Schollmeyer begleitet. Die Ausstellung wird bis zum 7. November 24 in der galerie balou in den Öffnungszeiten des café balous zu bestaunen sein.
Rudolf Preuss
„Ich zeige diesmal großformatige digitale Zeichnungen. Die Möglichkeiten der digitalen Zeichnung habe ich mir in diesem Jahr erschlossen und arbeite begeistert mit dem Medium. Nach den ersten Portraits meiner Enkel und von Jutta natürlich habe ich mich einem autobiographischen Projekt zugewandt. Ich habe meine Jugend in Ellwangen an der Jagst verbracht und wurde katholisch erzogen. Wunderschöne Gegend, eine Barockstadt mit romanischen Kirchen. Als Jugendlicher habe ich die soziale Kontrolle dort als ziemlich einengend empfunden. Meine Mutter wusste schon vor meinem sonntäglichen Nachhausekommen, dass ich nicht in der Kirche gewesen war. Damit setze ich mich in Tuschezeichnungen auseinander, von denen ich einige in der Ausstellung zeige. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.“
Volker Krieger studierte Kunst und Kunstpädagogik an der Universität Dortmund. Seit zwei Jahren befindet er sich in einem permanenten Prozess des Zeichnens. Die unterschiedlichsten Motive hält er mit Feder, Tusche, Bleistift und Aquarell fest: www.instagram.com/volkerkrieger
Von 2000 bis 2020 produzierte er experimentelle und satirische Kurzfilme für nationale und internationale Kurzfilmfestivals; außerdem seit 2012 Dokumentationen und Reportagen über die Dortmunder Kunstszene. Gemeinsam mit seiner Frau Kathrin realisierte er über Jahre Videoprojekte, z.B. „A clip a day keeps the apple away“. Sie sind zu finden auf seiner Facebooksite:
Arbeitet seit 2001 im NoGuru. Sie studierte Malerei bei Somyot Hananuntasuk und hat ihr Repertoire seitdem ständig verbreitert. Malerei, Druckgrafik, Plastik Skulptur und Fotografie gehören zu ihren ständigen Techniken. In allen ihren Arbeiten spielt eine ironische Blickweise auf menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Strukturen eine große Rolle. In der Ausstellung in der galerie balou wird sie mit Malereien vertreten sein.
Benjamin Vogel hat an der Universität Dortmund Kunst, Kunstpädagogik und Mathematik studiert. Als Student wurde er mit dem Konzept des künstlerischen Mappings konfrontiert, eine Basistechnik moderner Kunst seit den 1960 er Jahren. Seitdem erfindet er Landschaften und Berge. Diese werden fiktiv kartographiert und dann über bestimmte Blickwinkel gemalt. Das Konzept und die Arbeitsweise hat er in den letzten Jahren erfolgreich perfektioniert und ist deutschlandweit in Galerien präsent. Sein letztes großes Projekt ist ein fiktiver Wanderführer. In der Ausstellung in der galerie balou zeigt er neue Arbeiten.
Die komplexe Vielschichtigkeit menschlicher Beziehungen ist das zentrale Thema ihrer Figurenbilder. Die Sprache des Körpers mit seinen differenzierten Mitteilungen gibt ihren Bilder Ausdruck und Form.
Sie wollen mehr über Jutta Hellweg erfahren – Mit einem KLICK auf das Bild gelangen Sie auf die Homepage der Künstlerin.
Die Vita der Künstlerin:
Studium an den Fachhochschulen in Münster und Dortmund, Schwerpunkt Malerei und Freie Grafik, Abschlussdiplom 1981
Seit 1981 Workshops, Sommerwerkstätten, Mal- und Zeichenkurse mit Kindern und Erwachsenen, museumspädagogische Projekte, Vorträge zur Geschichte und Kunst von Frauen
1987 – 1989 Projekt „Der Weibliche Blick – Künstlerinnen und die Darstellung des nackten Körpers“ mit Sonja Weis
1989 Mitbegründerin des Galerieprojekts „Magenta“ in Unna.
1991 – 1993 Projekt “ Kunst- und Kultur- Katalog Unna“ mit Sonja Weis
1996 – 1997 Konzeption und Durchführung des Projekts „Der Armut begegnen“ beim Ev. Kirchenkreis Unna
1998 – April 2000 Altstadtatelier, Unna – Galeriegemeinschaft mit Keramikerin Gisela Lücke
2002/03 Multi-Media Projekt „Sehnsucht“ mit MusikerInnen und drei Bildenden KünstlerInnen aus Dortmund und Unna
2002-2004 Vorstandsarbeit für den Verein kUNstforderer e. V. Unna
2004/06/08/10 Konzeption und Durchführung des Kunstprojekts 1./2./3./4. KUNSTroute Unna gemeinsam mit den Künstlerinnen Gisela Lücke und Sabine HannaH Johr
2012 „Wohnpause“ Konzeption und Durchführung des Kunstprojekts gemeinsam mit den Künstlerinnen Eva Witter und Sabine HannaH Johr in Unna
2015 „Hausbesetzung“Konzeption und Durchführung des Kunstprojekts gemeinsam mit den Künstlerinnen Eva Witter und Sabine HannaH Johr in den Zwischenraum Ateliers in Schwerte
2017/19/21/23 „KunstOrtUnna“ offene Kunstorte in der Stadt mit Unnaer Künstler*innen
2020 „Augenblick“ Frei-Luft-Galerie“, Gesichter einer Stadt, ein Fotoprojekt mit Frauke und Dietmar Nowodworski und Sabine HannaH Johr in Unna
Ausstellung MOVE
Die ausgestellten Werke der Dortmunder Künstlerin Susanne Grytzka umfassen verschiedene Schaffungsphasen und beinhalten unterschiedliche Lebensweltbezüge.
Ob gemalt oder collagiert – in ihren Werken beschäftigt sich die studierte Lehrerin mit der Thematik der Bewegung auf englisch „MOVE“. In Zeichnung umgesetzte Bewegung von Händen, des Erdballs oder getanzte Choreographien: Susanne Grytzka experimentiert gekonnt mit Situationen und Materialien.
Die Ausstellung wird bis zum 16. März 23 zu den üblichen Öffnungszeiten des café balous zu sehen sein. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.
Susanne Grytzka ist aktuelle Preisträgerin des seit dem Jahr 1977 bestehende Wettbewerb „Grafik aus Dortmund“, der gemeinsam von der Sparkasse Dortmund, dem Dortmunder Kunstverein und dem Kulturbüro Dortmund veranstaltet wird.
o Studium Kunst und Mathematik an der TU Dortmund,
u.a. bei Prof. P. Schubert und Prof. Kampmann
o Studium bei Wolf Vostell, Dieter Hacker, Varda Caivano
o seit 1993 tätig als Lehrerin (Sek. II)
o Frauenkunstwerkstatt Dortmund
o seit 2010 Mitglied beim Tanztheater im Depot
o seit 2021 Mitglied im BBK Westfalen
Fotorechte: Hans-Peter Krüger
Die Ausstellung beschäftigt sich mit Erwartungen. Dies können reale Situation oder die Fiktion sein, die im Moment der Wahrnehmung entsteht
Das fragmentarische, zeichnerische, malerische oder fotographische Festhalten eines Moments bei Volker Krieger, Susanne Linn und Rudolf Preuss bringt die Assoziation nach dem Umliegenden und dem Folgenden hervor. Vogel produziert Fiktionen, die zu einem Blick „dahinter“ auffordern. Das NEXT wird verstanden als die in den Arbeiten enthaltenen möglichen Assoziationsfelder.
Zur Person von Künstler Hans-Jürgen Höllein geb.:1942 Volksschule Lehre bei der Westfalenhütte als Betriebsschlosser Fachschulreife Hochschulreife am Westfalenkolleg Dortmund Studium der Pädagogok — Aufbaustudium zur Sonderpädagogik — Ernennung zum Sonderschulkonrektor — Ernennung zum Sonderschulrektor — Pensionär
Malerei:
2012 bis 2017 Zeichenkurs bei Cornelia Regelsberger im Balou Do- Brackel 2017 bis 2021 Ölmalkurs bei Jette Trost Ausstellungen: 2019 in der AWO Husen und in der Lutherkirche
Dortmund-Asseln unter dem Motto „Stahlhütten-Poesie“ mit Bildern in Öl oder Öl und Kohle auf Leinwand. Es sind Darstellungen von Fragmenten der verlassenen Industriekultur.
„Aus zwei Gründen habe ich mich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt: Nostalgie: (vor über 60 Jahren habe ich dort gearbeitet). Würdigung der Arbeiter vor Kohle und Stahl. Diese innige Verbundenheit mit den Menschen der Hütte“ erfährt durch die Gedichte meines Sohnes eine vertiefende Sicht und Ehrung der damaligen „Kumpel“. Hans-Jürgen Hollein
Die Künstlerin Barbara Koch aus Wuppertal feierte am Mittwoch, den 10. September 25. um 18:30 Uhr ihre Ausstellungseröffnung in unserer galerie balou. Unter dem Titel „dazzling grounds, baffling fields“ erwartet die Besucher außergewöhnliche Wandobjekte aus Silikon. Fünf große, kleine und mittelformatige Arbeiten zeigen die Vielfalt und Ausdruckskraft dieses Materials, das durch seine fluoreszierenden Farben eine besondere Strahlkraft entfaltet.
Die Werke bewegen sich zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen Verlockung und Gefahr. Mit bewussten Überzeichnungen und starken Farbkontrasten schafft die Künstlerin organische Verflechtungen, die an mikrobiologische Strukturen oder florale Unterwasserwelten erinnern. Dabei scheinen die Formen über den Bildrand hinauszuwachsen und eröffnen dem Publikum neue, ungewohnte Sehweisen.
Charakteristisch für Kochs Arbeitsweise ist die Verbindung von Farbgebung, Haptik und Materialität. So entstehen Skulpturen, die faszinieren und gleichzeitig irritieren können – eine bewusste Einladung zur Auseinandersetzung. Ihr Konzept kommt an: 2024 wurde der Künstlerin der Kunstpreis „CityARTist“ vom NRW KULTURsekretariat verliehen. Im Rahmen der Vernissage wird Hendrikje Spengler, Leiterin des Kulturbüros Dortmund, eine Laudatio auf Barbara Koch halten.
Die Einführung der Vernissage übernahm Dr. Rudolf Preuss. Musikalisch begleitete Harald Schollmeyer am Piano die Veranstaltung. Die Ausstellung wird bis zum 9. November in der galerie balou Dienstag – Freitag zwischen 14:30 – 18:00 Uhr.
Wenn grobe Mauerstrukturen, Kratzer und Graffitis zu lebendigen Oberflächen werden, dann ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis eines feinen künstlerischen Experiments. Die Dortmunder Künstlerin Karla Christoph versteht es, dem scheinbar Unbelebten eine Seele zu geben – oder, wie sie selbst sagt: „Meine Triebfeder ist das Experiment und der Wunsch, Materie ‚Leben‘ einzuhauchen.
Am Mittwoch, 12. November 25, feierte die Künstlerin ihre aktuelle Ausstellung in der galerie unter dem Titel „Von Zweigen, Ästen und anderen Linien“ KunstkritikerH. Ühleinbeschreibt Christophs Ansatz treffend: „Zeichnung, Reduktion, Struktur – das sind die nüchternen Kernbegriffe für diese Kunst. Karla Christoph vermag es jedoch, Kunstwerke zu realisieren, die eine stille, unaufdringliche Sinnlichkeit entwickeln.“
Tatsächlich lebt ihre Kunst von der Spannung zwischen Material und Empfindung. Beton, Wand, Kratzer – Zeichen der Zeit werden zu Trägern einer neuen, leisen Ausdruckskraft. Christophs Arbeiten laden nicht zum schnellen Konsum ein, sondern zu einer behutsamen, fast meditativen Betrachtung.
Die Ausstellung ist bis zum 20. Januar 26 während der regulären Öffnungszeiten der Galerie zu sehen: Dienstag bis Freitag, 14:30 bis 18:00 Uhr. In dieser Zeit ist auch das café balou geöffnet. So können Sie bei einem Kaffee und hausgemachten Waffeln die Arbeiten der Künstlerin in Ruhe auf sich wirken lassen. Der Eintritt der Vernissage ist frei.
Das neue Format lädt dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern gemeinsam zu verstehen und zu hinterfragen. Es möchte verständliche Einblicke in künstlerische Konzepte und Ideen geben – getragen von der Überzeugung, dass viele Künstlerinnen und Künstler kritisch mit Gesellschaft und Natur in Dialog treten. Ebenso ist das Publikum eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und den Austausch aktiv mitzugestalten.
Künstlerische Prozesse und Werke dienen dabei nicht nur der Präsentation, sondern bilden den Ausgangspunkt für ein gemeinsames Nachdenken über ihre Bedeutung im Kontext des Weltgeschehens. Unterschiedliche Sichtweisen – ob bestätigend oder kontrastierend – sind ausdrücklich willkommen. Ziel ist ein lebendiger Dialog, der Raum für neue Perspektiven eröffnet.
@janniswiebusch_fotografie_film
Sonntag, 30. November 25 | 16 Uhr: „Zuhören und Sehen – Geschichten, die das Leben schrieb“
Mit Arbeiten von Silke Schönfeld
Künstlergespräche gibt es viele – doch dieser Galerie Talk geht einen anderen Weg. Nicht die Intention der Künstlerin steht im Vordergrund, sondern die Fragen, die moderne Kunst an uns alle stellt.
Wie kann Kunst uns zum Zuhören und Sehen bewegen – wirklich, offen und aufmerksam? Soll sie uns unsere gewohnten Blickrichtungen infrage stellen? Und darf Kunst gesellschaftliche Probleme sichtbar machen?
Ausgangspunkt der Diskussion sind Filmausschnitte aus den Arbeiten von Silke Schönfeld, deren Werke das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft reflektieren. Sie dokumentiert persönliche Lebensgeschichten – und legt dabei Strukturen offen, die unser Zusammenleben prägen.
Der Galerie Talk lädt dazu ein, gemeinsam hinzuschauen, zuzuhören und mitzudenken. Ob kunstaffin oder einfach neugierig: Hier geht es nicht um kunsttheoretische Fachsimpelei, sondern um echte Gespräche über das, was wir wahrnehmen – und das, was wir vielleicht übersehen.
Sonntag, 31. August
Künstlergespräche gibt es viele – doch der Galerie Talk ging am Sonntag, 31. August einen anderen Weg. Statt allein die Intentionen der Kunstschaffenden in den Vordergrund zu stellen, wird der Blick auf die Herausforderungen und Fragestellungen moderner Kunst gerichtet.
Thema dieses Abends:Stillleben in der Kunst – Bedeutungen, Funktionen, Alltagsnähe. Stillleben blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Während sich ihre Funktion im Laufe der Zeit wandelte, blieb ihre Darstellung meist gegenständlich.
In der galerie balou präsentiert Dirk Fahle Pflanzenfotografien, die den Auftakt zu einem Gespräch zwischen ihm und Kurator Dr. Rudolf Preuss bilden. Gemeinsam gehen sie Fragen nach wie:
Warum hängen sich viele Menschen eine Form von Stillleben ins Wohnzimmer?
Welchen Alltagswert hat Kunst?
Das Publikum ist herzlich eingeladen, eigene Gedanken einzubringen und den Dialog mitzugestalten. Ergänzt wird der Nachmittag durch den Film Die Magie der Stille von Ulrike Fahle mit Musik von Uwe West sowie assoziative Gedichte von Volker Rottmann. Das neue Format möchte verständliche Einblicke in künstlerische Konzepte und Ideen geben. Grundlage ist die Überzeugung, dass viele Künstlerinnen und Künstler kritisch mit Gesellschaft und Natur in Dialog treten – und dass auch das Publikum dazu etwas zu sagen hat. So werden künstlerische Prozesse und Werke nicht nur vorgestellt, sondern als Ausgangspunkt genutzt, um gemeinsam über ihre Bedeutung im Kontext des Weltgeschehens zu diskutieren. Unterschiedliche Sichtweisen sind ausdrücklich willkommen – ob bestätigend oder kontrastierend. Ziel ist ein lebendiger Austausch, der neue Perspektiven eröffnet.
Die Teilnahme am Galerie Talk ist kostenfrei. Rückfragen und weitere Informationen zum neuen Programm sind ab sofort auf der Homepage des Kulturzentrums www.balou-dortmund.de, telefonisch unter 0231/99773630 (Mo-Fr: 9-12Uhr, Mo-Do: 14-16 Uhr) oder via E-Mail an post@balou-dortmund.de zu finden.
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